Skip to main content

Full text of "Der Teppich Gärtner: Handbuch für Gärtner und Gartenbeliker"

See other formats


Google 



This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct 

to make the world's books discoverablc online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 

to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 

are our gateways to the past, representing a wealth of history, cultuie and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this flle - a reminder of this book's long journcy from the 

publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prcvcnt abuse by commcrcial parties, including placing technical restrictions on automatcd qucrying. 
We also ask that you: 

+ Make non-commercial use ofthefiles We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain from automated querying Do not send aulomated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machinc 
translation, optical character recognition or other areas where access to a laige amount of text is helpful, please contact us. We encouragc the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attributionTht GoogX'S "watermark" you see on each flle is essential for informingpcoplcabout this projcct andhclping them lind 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are lesponsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can'l offer guidance on whether any speciflc use of 
any speciflc book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search mcans it can bc used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe. 

Äbout Google Book Search 

Google's mission is to organizc the world's Information and to make it univcrsally accessible and uscful. Google Book Search hclps rcadcrs 
discover the world's books while hclping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll icxi of ihis book on the web 

at |http : //books . google . com/| 



Google 



IJber dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Realen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfugbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 
Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nu tzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nie htsdesto trotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-MarkenelementenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch fiir Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppcn zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter |http: //books . google .corül durchsuchen. 



HARVARD UNIVERSITT 

Frances Loeb Library 
Graduate School of Desigff 



P 



//a-Tv i/S^ 



^acbarli College libtax^ 






-ar 



..»s; 




'0 



r:N 






O- -N 




; I 




S)er 



'^■■54 







iSärten 



'-«'G/Oj- 



^anbßuc^ 



I .1 



für 










3Kit bcfüttbcrer SBcrüdfflci^tigung bcr Sc)3^)id&bcetc bcr Hamburger 
Sntctnatlonalen ©attcnbau* ^lu^ftcHung. 



9Jon 



r. 3 (Oiirtnrr im ^u«firUungf)>iirf. 



9Rtt ad|t Sttfelii MBlIbtinseii, 0tiel4net nom iBerfaffer. 



•■^VQS^J'r^' 



f^amdittg. 

1870, 



'^\^p^^' -^-=^ 












/ 



I 



«^ 



rOJ 



^ 



S)er 



Q 




Eppich -(Särten 



-cQ/^- 



ßanhbn(ii 



für 




Irtnrr unii dartenbeft^rr* 



SRit befonberer %erüdf[($tigung ber Ztppxä^Uttt ber Hamburger 
internationalen ©artenbau^ ^uSrteOung. 



SBon 



9B. %. 6:. memaii«, 

b. 8. «Artnec im «n^ftraunfliparf. 



mt mit Xafeln Mlinitt»seii, geiciiiiiet tpm Oetfiffet. 



<^^i^X^i^ 



1870. 



»^^ 



2; 



-O* 



^4^ 



2)ad Sfle4t ber Ueberfeguiig in frembe Sprayen ift ber Serlag§bu(i^^anbluit0 referbtrt* 



t40^^'^'^ 



^ 
V 



JAN 30 1907 



(J 



V^^<^<? Vv> 



1 rai.i 









"1 






5K^^- 



^^^U^crbcr nennt bic ©artcnfunft bic jrocitc freie Äunft nad^ bcr Wc^U 
^ tcftur. Sebcnb lommen un8 KcrcS, ^ßornona, §lora u* f. »♦ cnt* 
gegen, bie SRatur ift jur Äunft, bie Äunft gut SRatur geworben* 

93lirfen wir l^inter un8 butd^ bie ;3<^'^t'^ii^crte, fo jäl^Ite man bie 
fd^rocBenben ©arten ju SSab^Ion unter bie SGBunberroerfe ber SBelt SBal^r» 
fd^einlid^ aber waren e8 nur teraffenfSrmigc, auf 5pf eilern rul^enbe unb 
mit ^Pflangen Bebcdfte 23auten, auf benen ©emiramiä in il^re l^eimatl^Ud^en 
SBerge fi^ jurürftrSumen fottte. Tlc^x Bebeuteten f^on, im l^cutigen ©inne 
ber ©artenfunft, bic ©arten beä 2lIcinou8, roooon bic Ob9[)ee unä erjdl^lt, 
bie inbeffen mel^r ^xnä)U als Üuftgärten gemefcn ju fein fd^einen; ferner 
bie ©arten unb SBitta'8 ber SÄömer, mobci man mel^r auf fd^öne 33autcn 
unb ©tatucn \df). 9?on bem BarBarifd^cn ÜKittclaltcr lie§ fid^ nid^tS ermartem 
yjian Baute licBer 3;i^ürmc, ©argen, Älöfter unb Äapetten unb fclBft 
Submig XIV. unb fein 2e SRötrc l^attcu/ nod^ fo t)iel fpäter, feine 
21§nung oon ber fd^öncn ©artenfunft unb Dcrfielen auf bie Unnatur il^rcr 
linicngrabcu SRcgelmd^igfcit, ber ft^ bie Siatur roie bie f^mmctrifd^e 53au^ 
fünft unterwerfen fottte» 9?äume unb ^edfen mußten fid^ ber ©d^eere 






CG 



■^ 



;) 



r 



^ 



ffigen, rote bog 2^ud^ bet ^anb beS @d^neiberS/ %Qj:vLi unb ^xtfAaum tourben 
in ®änfc unb @ntcn, in Äroncn/ ÄrSngc unb 9lamcn8jügc ücrroanbclt; 
affcä fo ftcif wie bic ^dt bcr SKttongcpcrüdc unb bcr SÄcifrWc c8 mit ftd^ 
Brad^tc* 6rft bcn ©nglänbcru t)crban!cn wir bic fd^önc ©artcnfunft, rocld^c 
bic SRatur ücrfd^Snett unb bicfc l^aBcn ftc, roaä man !aum glauben fottte, 
von bcn Kl^incfcn gelernt @8 gab eine ^tit, wo bcr ®eift bcr ^ationtn 
in il^ren ©ftrtcn ftd^ roicberfptcgelte* S)ie gierli^en/ nad^ bcr ©d^nur ange^ 
legten/ perffinbctcn bic geregelte ©legang unb ©alantcric bcr ^rangofen; bic 
Statur, baS ©onberbare unb UcBcrrafd^cnbc bcr ^orfö bcn (Snglftnber ; bic 
Dcrroal^rloj'tcn , bfiftem/ bcn felBft Dcnoal^rlof ten SÄömling; baS ©roteSt 
Äinbifd^c bcr l^oUftnbifd^en/ il^rc mit ^porgcIIanfd^crBcn üBerftreuten ©cete bic 
®cfd^mac!loftg!eit bcr Station; unb bic bcr Orientalen ©innlid^feit unb ^anU 
l^cit in uppigfter i^ülle« SBir ^cutfd^en l^aBen bie Stad^al^mer, DorgugStoeije 
bcr granjofen unb bcr ©nglänbcr, gemad^t, freilid^ nid^t feiten in fomifd^cr 
SBcife, mtnn baä auf einen Slicfenftamm Bered^nete SteiS einem winjigen 
©tdmmd^cn aufgepfropft mürbe , h. ^. romn mir auf einen tleinen SÄaum 
gufammcn brängteu/ maä für bcn jcl^nfad^cn Umfang Bered^net mar. @rft 
bie Steujeit l^at l^ier baä Seffere gcfd^affen. ©artenfiinftlcr wie Senn6c 
in Sßtxlin J)dbtn jugleid^ geleiert, ba§ aud^ bcr ©Srtncr mit garBcn fpielen, 
Sid^t unb ©d^attcn Benufeen tann, wie ber 9Jialer/ j|c nad^bem er feine 
®aumgruppe formirt unb fte Dom ©d^warggrün beä Siabcll^olgcä Bi8 gum 
©ilBcrglang bcr ^Pappel feinftnnig aBgutSnen t)ermag. 



m*^ 



-<^ 



r 



^ 



©er crlcid^tcrtc ©ctlcl^r mit bcn frcmbcn SBclttl^ctlen Brad^tc aud^ 
frembe ©pejteS l^erfiBer, toeld^e burd^ bie imtner mt^x perDoIKomtnnete 
^nft bet Slccltmatifotion SSoben geioonnm* S)ie SBiffenfd^aft Derfd^mftl^te 
c8 ntd^t, fStbcmb aud^ auf bicfcm ©cBictc crnjugrcifcrt/ unb bic Äunft, 
bic 5ßflanjcn gu Bauen unb ju jicl^cn, rief neue ®erft%, neue ÜRafd^inen^ 
neue »nftßd^e «pfTanaftätten in'8 SeBem Sunftd^ft bie mvttt beS ©onttncnt« 
rangen um ben SßreiS unb baS »ettBemegenbe aWittel beS ntunnt^rdtn ^oü^x» 
l^unbertS, bie ..SBereine'^ rief ju SBetteifer unb SRu^Slnmenbungen : bie 
®artenBau*2lu8ftettungen für ben iJortfd^ritt auf nationalem^ mie auf inter» 
nationalem ©eBicte in'8 SeBen* SBaS ber ®otanffer nur au8 ©üd^em 
fennen lernte^ ober in traurigen SSrud^ftfidCen in ber SBled^Büd^fe l^eimtrug, um 
e8 tobt unb trodkn im ^erBarium gu Bergen^ baS geigen fte j[e^t leBenbig, in ber 
^üUt beS fiid^tS unb ber ^arBenprad^t por bem Sluge ber Ben)unbemben SSelt« 

S)ie größte §üffe au8 bem natürlid^en Sleid^tl^um ber 9iatur in 
SBerBinbung mit all bcn ^ülfSmittcln, burd^ meldte ber üRcnfd^ bie Spflangcm 
melt fid^ bienftBar mad^t, Bot bic ^^tcmationalc ® artcnBau ^ SluSftettung, 
roeld^c im ©cptemBer 1869 in ^amBurg ftattfanb. 

Ratten l^icr bic ©arten! unfticr faft aller Sftnbcr eine t^xtnooUt unb 
rul^mretd^ »erlaufcnbe ©oncurrcnj eröffnet, fo war c8 natürlid^, ba§ burd^ 
il^re Seiftungen aud^ gal^Ireid^e neue ®efid^t8punlte nad^ allen Süd^tungen 
l^in fid^ eröffneten unb mcl^r ober minber gu Befonbcrcr SBead^tigung^ rcfp. 
G^ultur ]^crau8forberten* 



w^ 



■««^ 






:&>- 






3n bcn 2lugcn bcS größeren 5pu6lifum8 roatcn e3 namcntlid^ bic 
3^cppid^Bcctc, rocld^c cBcnfooicI Slufmcrljamfcit unb Slntl^cil erregten unb 
oielfad^ bcn Söunfd^ road^ricfen, üBer bie jwecfmdfeigftc 2tnlage berfelben 
9ldl^cre8 ju erfal^ren. 

tiefem bcrcd^tigten SBunfd^c gu genügen, ift ber 3^^ ^^^f^^ 
@(i^rtft, raeU^e aud^ bem, auf gebadetem ©cBtete weniger erfal^renen ßunft^^ 
gftrtner nid^t ol^nc Slawen fein wirb, ba ber SSerf affer ftd^ ISngft mit bcm 
Betreffenben ©egenftanbe Befd^Sftigt l^at unb nuntnel^r au8 bem, n)a8 bic 
2lu8ftcUung geboten, üBerjeugenbe ©eifpiele entnel^men fann* 




Ksy^ 






8 



r 



^ 



m^h^ 




it htm 9lamen ,,£q)pid^6eete" bejeid^net man f^mntettifd^ georbnete 
äSIumen^ Einlagen/ bie in größeren ^tbatgärten al8 auSgefud^ter 
©d^murf DOtjugäiocijc ju locitcrcr Scrjicrung »on Slajicnfldd^cn angelegt 
loerben* S!)iejeIBen fteUen ftd^ fretltd^ n)e[entlt(i^ anberä bar, als baS geiotrite 
ÜRufter eines roirflid^en S^eppid^S, Bcbürfen aBet bei il^rem (Sntroutf immetl^in 
eines ffinfüerifd^en SlidfS unb einet Bemäl^tten ^ßrajriS, rotxm fie t)ottftSnbig 
gelingen unb il^ren 3^^ ^^ 1^^^^ Segiel^ung erfüllen fotten» 

3^^^ ^^^ ^^ f^^ ^^^ Bilbenbe ®arten!unft in neuerer ^dt roefentlid^ 
jur SlufgaBe gemad^t, an ben ©runbgügen beS engüfd^en ©pftemS feftgu«^ 
Italien unb ben Betreff enben 9(nlagen tin ungegroungeneS, lanbfd^aftlid^ 
freies ©eprftge gu geben, baS gu ber ftrengen JÄegelmft^igfeit ber älteren 
frangSftfd^en ©ruppirung im f d^arfen ©egcnfa^c ftcl^t, allein mit ber festeren 
aud^ bie 3;cppid^Beete aufgugeBen, ftd^ nid^t entfd^lie^cn fönnen* 

3Sn ber jCl^at !ann nid^t geleugnet werben , ba§ tin foId^eS, im 
Olafen ober anberioeitig angeBrad^t, Begüglid^ ber ^arBenmal^l, ber ^öl^e 
unb beS UmfangS !&nftlerifd^ componirt, immerl^in bem 9(uge mit bem 
©efd^madE Beffer entfprid^t, als ein mal^lIoS gepflangteS/ burd^ nu^Iofe f8tx^ 
gierungen entftellteS 93eet, meld^eS bie ^arBencontrafte unb bie ^51^e ber 
eingelnen ^flangen gegen einanber, unBead^tet Iftfet. 



-o^ 



9 



r 



öS 



©clBftocrftftnbKd^ nnterlicgt feine Slnlage gcroiffen ©cbingungcn, bic 

au8 bem gegebenen Serrain unb bcffcn gr5§crem ober geringerem Umfang 
l^erguleiten, refp* bemfelBen anjupaffen finb. 

3ft ber üorl^anbene 9?aum nur ein befd^ränfter, fo mirb man Dor^ 
gugäweife auf 3^^^^'^^* i^^ l^alten l^aben, wogegen meitfd^ifi^tige 2lnlagcn 
eine entfpred^enbe üKaffenroirfung nid^t entbel^ren fönnen* @8 Brandet xqo^ 
faum bemerft gu merben, ba§ eine fold^e 3Kaffenn)irfung bie ^ierlic^feit 
feineäwegS auäfc^lie^en, aber aud^ nid^t auf Äoften be8 üorl^anbenen SlaumeS 
gefd^el^en foU, Sielmel^r ift eine, ben 33er]^ättnif[en fid^ anfd^miegenbe ge^ 
nauc ©intl^eilung S)a8ienige, roai ber SluSfül^rung einer cingelnen 2lnlagc 
DorauSgel^en mu§* 

daneben mad^t fomcl^I ber ^{langenreid^tl^um al8 bie abmeid^enben 
SCBirfungen, meldte au8 33enu^ung biefer ober jener ©pegicS fid^ ergeben, 
ein nid^t minber aufmerffame8 Stubium nötl^ig. 

Qxn 2;eppid^beet mu§ gunäd^ft ein in fic^ felBft abgef^loffencS 
©angeS bilben, ba8 in jeber ^infic^t einen l^armonifd^en ©inbrudt mad^t, 
aber au^ ba8 @ingelne mug, xotnn ba8 9luge in biefe8 fid^ verfenfen roiU, 
flar unb Derftftnblic^ ftd^ ablöfen, wie bic eingelnen SBIumcn cinc8 mol^l* 
georbneten S5ouquet8, bie, jebe für fid^ beutlid^ erfennbar, bod^ erft in il^rer 
©efammtl^eit biejenige Söirtung l^croorbringen, meldte mit il^rer 3ufttmmcn:» 
ftettung beabpd^tigt roar. ©o fprec^en aud^ bie ÜDetail8 eine8 fgmmetrifc^ 
angelegten 3;eppid^beete8 für ftd^ felber nid^t attein, fonbem fe^en auc^ ba8 
®ange in allen feinen SEl^eilen in ba8 redete Sic^t^ 

©oU ein jEeppid^Bcet allein biefen Slnforberungen entfpred^en, fo 
muffen erften8 bie t)erfd^iebencn 5ßflangengattungen , bie man barin aufge* 
nommen, fd^on an fid^ fd^arf begrengt, unb gmcitenS nic^t minber beutlid^ 
oon bem SRafen abgcl^oben fein* 

ÜJian umgiel^t fte bal^er mit fd^malen, in rötl^lid^er garbc fd^immemben 



^ 




^ 
««^ 



10 



r 



1 






^eärocgen, ober aud^ mit gefto^cncm n)ci§cm SÄarmor, mit braunen 
Sremer gliefen, mit Blauem ober grünem @lafe unb namentlid^ mit einer 
gut unter ber ©d^eere gel^altenen lebenbigcn @infa[fung* 

3u biefer empflel^lt ftd^ vox allem anberen ber S5u;r6aum (Buxus 
sempervirens) -^ in jroeiter fiinie aud^ 3^^^^9^ö^ (^i^®^ i^i^or); bod^ 
ift jener oorjugiel^cn , meil er eine gro^e S^rieb*, refp* SluSfd^IagSfäl^igfeit 
bejt^t unb^burc^ bie l^aufige 33e]^anblung mit ber ©d^eere f einerlei 9iad^tl^cU 
in [einem SBad^Stl^um erlcibet* 

SEBieberJ^oIt mu§ barauf l^ingemiefen werben / ba§ bei folc^en @in* 
faffungen 2ltte8 von ber ©d^drfe abl^ängt, mit meld^er fte au§ il^rer 
UmgebuUij fid^ l^crauSl^cben , fo mic oon ber gefälligen 2lnorbnung il^rer 
©ontouren, bie rocber auf ftarre ©rablinigfeit bcfc^ränft werben , no^ 
burc^ übertriebenen ©d^roung in baä ®arodfc l^inüberfpiclen bürfcn» 

SDcr ©infaffung ift bal^er befonbcrc §ürforge ju mibmen unb an gemiff eS 
Sftl^etifd^eg 9Serftänbni§ ift bei i^rem ©ntmurf in l^ol^cm ©rabe münfd^enämertl^. 

2)ie Sepflanjung ber SCcppid^beete im 2lllgcmeinen betrcffenb, fo ift 
e8 gum 95erftänbnife ber fpäter ju befpred^cnbcn formen unb ^dä)nnnQtn 
nid^t übcrflüfftg, pd^ junftd^ft bie ©eitenanfid^t il^rcr iPepflanjunggform ju 
oergcgenmartigen* 

SDicfclbe fteHt fid^ bem 2luge entioeber thtn, gewölbt ober oertieft 
bar* S)ie cbmt ^Jorm wirb jmar in Heineren unb größeren Stnlagen, 
oorl^errfd^cnb jebod^ nur bei einjclnen 93eeten angeroenbet. ÜJian befe^t fte 
mit folgen 5pf langen, meldte bie geringe ^öl^e ber ©infaffung von 6 — 8" 
nid^t überfteigen* @8 fei benn, ba^ man genStl^igt märe, einige ^flangcn* 
arten, wie g* SO, Coleus ober Achyranthes, burd^ Slieberl^arfen am 
ßmporftrebcn gu oerl^inbern, wie bieä bei mand^en ©pegie8, g» 33* Salvia, 
Pyrethrum u* a* m» burd^ fteteS ©ntfpi^en gefd^iel^t, baä fte über baä 
oben erwdl^ntc 9Jia§ nic^t ^inauäfommen lä§t* 



■*5r^ 



11 



r 



^ 



m*^ 



^aS gmdIBte 93eet toenbet man in ber 3J2ttte eines 9iafenS an, 
unb jn)ar in ^^otm einer 9iofette, bie ftd^ Dont (S^entrum nad^ allen 9Kd^ 
hingen l^in gleid^md^ig neigt, iebod^ nid^t fo [tat!, bag bie @:ontouren beS 
©anjen boburd^ Derberft »erben Unnm* ©erartige SBeete werben mit 
Dracaenen^ Succa, Lantanien u* f* n)« Befe^t, bod^ !ann eS aud^ ftott 
beffen gur Slufnal^me eineä ©arten-ÜÄonumentS ober eineä ©pringBrunnenS 
permenbet werben. ^ festeren iJatte ift baS SBafferBedEen mit Hydrangea, 
Batomas, Iris u. f* xo. ju umgeBen; SJß^anf/tn, bie ben Bei ftftrierem 
äBinbe in ©prül^regen ftd^ Derwanbeinben SBafferftauB gu vertragen im 
©tonbe finb* 

@nblid^ ift bie gewölbte ^^orm bie geeignete aud^ für fd^mimmenbe 
Seete, wovon man Bei ber |)amBurger ;^temationaIen ^flangen^ unb 
@artenBau^$luSfteIIung [x^ gu iiBergeugen ©elegenl^eit gel^aBt* 

S)aS ausgetiefte 2:eppid^Beet finbet nur Bei ßantenftüdten $erjl(& 
fid^tigung unb Bilbet gu ben gew5IBten einen wirtfamen (Sontraft S!>er 
tieffte ^untt liegt im @^entrum unb baS @ange fteigt nad^ ben ©rengen im 
fanften ®d^wunge empor* 

SBaS nun bie ^orm ber (Sontouren Betrifft, bie bem S^eppid^Bcete 
gu geben ftnb, fo fteHen ftd^ bie gufammengefe^ten, gefd^wungenen Sinien 
bem 9(uge am wol^IgefftUigften bar* ©aS SBol^IgefaÜen aber entwidtelt fid^ 
am SEßefentlid^ften auS ber 9iul^e, bal^er ift bie rul^ige ^eiSform Bei %tppx^ 
Beeten bie Dorl^errfd^enbe unb in ber S^l^at aud^ empfel^IenSwertl^efte, eS fei 
benn, ba§ nad^ ber Sage be8 ©ceteS etwa auf einem grofeen SBorl^of eine 
gewiffe UeBereinftimmung mit ber umgeBenben 2lrd^iteftur wünfd^enSwert]^ 
erfd^eint ^ fold^em gatte würben anberS gefd^wungene Sinien, g. 55* ber 
Slenaiffance gegenüber^ entfpred^enber fein, al8 ber einfad^ aBgefd^loffene Äreiä- 

2Bo immer aBer aud^ baS Xeppid^Beet feinen ^la^ finben foll, 
iebenfallS mu§ e8 vor ben @inflüffen einer übergroßen ^i^e nid^t minber 



'Q^k 



12 



r 



^ 



m^ijs^ 



al^ DOT 3i^9^^^^ 9^f^it^t unb baS S^rratn l^iemad^ auiQtxoSfylt toetben« 
J)cnnod^ tnu§ c8 frei liegen unb barf ber ©onne fo wenig al8 beä @d^atten8 
entbel^ren, aber Jene barf nid^t ben ganjen Stag barauf [teilen, biefer ift 
nötl^ig^ n)eil Derfd^iebene ^ftanjengattungen/ 3« 3* buntblAttrige Pelargoniom- 
älrten, aud^ Viola tricolor u. f* ro* erft in feinem ©d^u^e gu il^rer wal^ren 
SPrad^t fid^ entfalten^ 

@ine größere Seppid^ ^ Slnlage ift Dor ber fronte eineä l^errfd^aft- 
lid^en ^aufed n)ol^Iange6rad^t unb !ann in fold^em $alle jur l^Sd^ften 9GBirhtng 
gebrad^t werben ^ wenn biefelBe 2 — 3' unter baS Shveau beS ^aufeS gu 
liegen fomntt. ^ierauS ergeben ftd^ n&mlid^ gwei nid^t unerl^eblid^e SSor» 
t^eile« ^nniiäf^t ein befferer @d^u^ t)or bem SBinbe unb für bie ^arterre^ 
3iutmer ein freier ^M auf bie fibrigen ®artenanlagen^ bann ober aud^ 
ber glfidEIic^e Urnftanb, bag ein erl^Sl^ter @tanbpun(t bie €ontouren fowol^I 
als bie inneren Details beS ^eeteS beffer in'S 3(uge fallen I&§t 

@onft werben fie gewöl^nlid^ Dor @arten^ ober ©ew&d^Sl^ufem/ 
Dor ytaJ)tpWjm, oor erl^&l^ten ©rotten u« f* xo., furg uberatt ba angebrad^t^ 
wo in bem lanbfd^aftlid^en Silbe ein SBed^fel eintritt ^ier^giebt baS 
S^eppid^beet überwiegenb einen 93orbergrunb Dom beften Effect« 

®ot)ieI oon ber dftl^etifd^en unb {finftlerifd^en ^rfteHung be8 Steppid^ 
beeteg. — @8 erübrigt nur^^aud^ ber praftifd^n einige SSßorte auf ®runb 
ber babei gemad^ten (Srfal^rungen gu wibmen. 

SBiU man ein Steppid^beet anlegen / fo wftl^le man einen l^umuS« 
reid^en^ mel^r fanbigen^ al8 lel^mreid^en , fd^weren ä3oben, weil le^terer 
ben betreffenben ^flangen nid^t nur fd^abet/ fonbem aud^ burd^ bie 
il^n binbenben fd^weren Sl^eile hti ftdrferen 9legenfd^auem l^art unb 
fpröbe wirb* 

Ucberl^aupt barf ein l^ftufigeg Sluflodtem beS SBobenä nid^t oer* 
fäumt werben^ weil baffelbe^ inbem eS bie Suft einbringen I&§t/ gü ber 



-<a^ 



13 



r 



*i 



3k^- 



fortgcfc^tcn SButgcrbilbung bcr ^Pffangcn unb fomit aud^ ju il^rct üppigen 
©ntfaltung raejcntKd^ Beiträgt» 

ÜJiit ber ^epftanjung warte man bis in bie lefete ^alfte beä 
ÜKonatS 3)tai, roo feine fd^ftblid^en 5Rad^tfr5fte ntel^r ju befürd^ten ftnb, 
unb xo&^k nur gut Berourgclte, xotnn irgenb möglich f^on im ^^rül^ial^rc 
Derpjlanjte ©yemplare; beim von mürfrigen, fd^Ied^t pegetirenben ^Pflanjen 
wirb man nie ein guteS Stcfultat crgielen Unntn* 

Ueberl^aupt fud^e man ble ^flanjen erft abjul^ärten unb bringe ftc 
nid^t plöfelic^ ani ben Äftften ober ^dufern in § §reie» 

33ei ber ^Pflanjung felbft bringe man bie Oberftäd^c beS :i'eete8 
in bie gerounfd^tc Sage beS anjulegenben 2;eppid^S, b» f). in ebene, gewölbte 
ober auggetiefte §orm, um ber ^pflangenmelt in il^rem Sffiad^Stl^um einiger:? 
ma§cn ju ^ülfe gu tommen* 

iJig. 1 2;af» I. geigt un8 ein Eeppid^beet in ebener gorm, mie e8 
auf ber Hamburger 2lu§fteffung Don bem 9lnleger §errn j^* ©tange, 
^nn\U unb ^anbelägärtner in J^amburg, in jo gefd^madfDoHer SCBeife 
angelegt toar, ba§ Wie, bie eS fallen, fid^ beS fd^önen @inbrutf8 nod^ 
erltmern werben» 

3)er 5)urd^me[|'er beä 23eete8 beträgt 28' unb leiert alfo, ba§ eine 
nid^t geringe ^afjH von ^Pflangen gu feiner J^crftelTung notl^ig ift» 

3uerft fd^lage man um ben 3ÄitteIpunft a ben Ärei8 b mit einem 
9fiabiu8 von ß/4' unb trage benfelben 6mal in ber ^peripl^erie be8 Ärcifc8 ab» 
3n bie Söerlängerung biefer 5|3unfte oom SKittelpunfte au8 fallen bie ©pi^en 
ber fleinften unb ber größten SSappenf d^ilbcr, roie bie Sinie a i geigt : 
ab =--= «/4'/ l>c - 1^/4', cd == 1', de = Va', ef =. 2 Vi', fg ^ 4', 

gh ^ 3' unbhi = 1/2'- 
al ---= ^4', Im -= V2'/ ^^ -=■ V2'/ ^0 ^ 1/2% op "-- 1', pq ^ 3', 
qu -- 8/4'/ wr ^- V/4', rs :- 2', st = l^V, tu -^ IV2' unbuh ^ V2'- 



-c*W 



14 



r^ 



^ 

9 



i 



3cfet l^attirc id) bic 6 jtd^ mir Bictcnbcn S^eripl^cricUnicn nod^ 
einmal unb t)ctlftngcrc bicfc tönten cbcnfattS Bi8 k l^inauS; bicfc Sintc l^at 
in il^rcv SBexlängcrung bie SKünbungSpunftc ber größten unb Hemftcn 
SCBappcnfd^ilbcr unb beäl^olb aud^ bie ©pi^en bet mittleren. 

gig* 2 unb 3, %a\. I, ftellt jmei gleid^e JBeete, forool^l in ebener 
als au^ in gewölbter §orm bar, mie folc^e von bcm 2lu8ftetter, ^errn 
^anbelägSrtner SSedfen in ©ppenborf Bei J^amBurg angelegt, auf ber 
2lu8ftellung in Stugenfc^cin ju nel^men waren. 

Obgleich bic SBeete in SSejug auf ^flanjenfortimente unb §arBen« 
contrafte burd^auS mafelloä mareu/ fo fiel eS bod^ bcm Äenner al8 fcl^Icrs: 
l^aft auf, ba§ einige 5ßftanjcnarten , mic Coleus, Achyranthes unb 
Salvia u. a. m. ftd^ gegenfeitig üBermud^fen unb baburd^ ben (SinbrndE 
be8 ©anjcn mejentlic^ Becintrftd^tigten. 5)ie ©ruppen finb Beibe in ber 
9Witte geroölBt Bi8 ju einer i^bf)t von nur 1 — IV2'/ ^öBcn Bei ben fed^8 
Greifen ba8 SliDcau ber ebenen gläd^e erreid^t unb Bilben von l^ier au8 
bie fortlaufcnbcn ©terne. 2)ie flcineren Äreife unb Ooalc von Beiben 
i^tguren 19, 21 unb 14 unb 16 Bilben micber eine gemSlBte §orm unb 
lieben fomit ba8 ©ange Bebcutenb* 

33eibe ©ruppen l^aBen einen 3)urd^meffer Don 15' unb bie inneren 
fcd^8 ^eife einen Durd^meffer von 5Y2'/ bcren eingelnc V2' SlBftanb von 
cinanber l^aBcn, bie Reineren Äreife l^alten 1' im ©urd^meffcr, m&l^renb bie 
ODale 1' Breit unb 2' lang finb. 

3)ie ^ti^nunQ ift Befanntlid^ eine fel^r leidste, meil e8 ein 
Sld^tcdE ift- 

gig. 4, Saf. II jcigt un8 ein fel^r fd^öncS/ von ^errn (£. Senba 
au8 S3erlin entmorfencS S3cet in gemölBtcr ^orm, ein J)reicdf Dorftettcnb; 
ba8, ba e8 gerabe in biefcr i^orm red^t oft DcrmcnbBar ift^ ]^5^ft Bemerkens« 
mertl^ erfd^eint unb bem 9lu8ft^er gur @l^re gereid^t« 






-«^ 



15 



r 



-1 



L. 



3Bic un8 bic ^tiiftmnQ cor Slugcn ftettt, Bilbcn brci %\xlptn^ 
blutigen a^nlii) gcraötttc, in 2)rcicrf8fonn licgcnbc Scctc bic Umgebung, in 

bcrcn 9Kitte ein Gcdiger gleid^feitiger ©tcrn in noi) l^öl^er geroöIBter gönn 

[\6) beflnbet* SDie SEßölbung bcS ©terneä r>on ber ÜKitte au8 betrögt 2V2 

bis 2\ bic bcr einjelnen 2^ulpenblfit§cn ungefdl^r V, r>on htm Dual fcifc^ 

m&ttd abfaUcnb unb aud^ nad^ j[ebev ^citc l^in* 

93etrad^ten mir bic 3^^^"^^S ndl^cr, fo feigen roir, ba§ ftc ein glcid^- 
[eitigeä 3)rcic(f abc bilbct, bcffcn (Seiten 18' lang ftnb, mx l^albiten alle brei 
©eiten unb finbcn [omit bie 5ßunftc ef d, bic tuir mit ben gegenüber liegcnben 
5)reic(J8fpi^cn in 95erbinbung bringen* S)er Sd^neibepunft biefer Sinien ift 
gugleid^ ber STättcIpunft be8 in ber ÜJlittc liegcnben @ed^Se(!8 m n p k 1/ 
bcffcn ©pifeen 00m ÜÄittelpunfte au8 2^4' entfernt finb* $)ie ©ntfernung 
nad^ ghi t)0m SRittclpunftc au8 beträgt 5V4'/ fo ba§ 2V2'/ b*l^* SSinfcI« 
©ntfemung i k, g m unb h für eine mit ®ranb ober farbiger S^l^oncrbc 
beftreute ^ante ober tiatn ®tieg gurüdtblcibt 

i^ür ib, ho, ga Utiitn un8 5' Entfernung/ n)ODon für bie 
Keincre Serjicrung cine8 ieben 93ectc8 aq, rb, sc IV4' abfallen. 

5)ie (Entfernung t)on a nad^ t beträgt 8', woDon 4V2' auf aw 
f ommen, unb f omit bie 95crldngcrung8linic q w t um ^4' bi8 v ocriängcrt, 
mo gu mit ber parallel gejogcnen ®e(^3edE84Hnic ml in v münbet. 

gig* 5, Saf* 11 , jcigt ein gcmölbtcS gormbeet oom 3lu8fteffcv 
^errn ©tüeben in Hamburg. 

$)cr 3)urc^mc[fer beffelben betragt 15', berienige bcr im 3*^^^^^^^ 
liegcnben greife beträgt 4^/4'* 3)ic ^dä)n\inQ ift eine fcl^r leidste unb 
bc8]^alb ju erläutern meniger notl^menbig* 

§ig* 6, S:af* II bilbct ein gcu)ölbtc8 ^^ormbcct von ^errn ^anbel8« 
g&rtncr ^itt au8 SBcrnigcrobe angelegt, mcld^cS, fcl^r gefd^madtpoU unb 
in bie 2lugen fallcnb, auf bcr 2lu8ftcllung j>\Ac ©d^auluftigc l^crbeilodfte* 



-^«^ 



16 



r 



iOv 



-Oi'. 






SBon ber Wxtk bcS günfcrfä roölbt fid^ bic ^Pftanjung nad^ attcn 
©eitcn ab unb bilbct fo jufammcii ein gcroölbteS unb ein cbcneS S9cct» 

35ie äußere SScrjierung um baS ^ünferf fann anä) eben [o gut 
ganj lücggelaffcn roerben, vDtnn fid^ am @nbe rocber 5|3la^ noä) 5pf(anjcn== 
porratl^ barbieten foKtcu* Ser 35urd^me[)cr bcä SccteS beträgt 28'* 

§ig. 7, 3:af- IH ftellt nn^ eine 3Wo[aifarbeit in Plattform bar, 
bic ^err Slepfolbt, ^anbelägärtner in Sangcnfelbe bei Slltona mufter^aft 
Dottjog unb bie allgemein auf ber 2luäfteHung großen 2lnKang fanb. 

3)ie ©infafl'ungcn um alle 93lätter, 2lbern unb SScrbinbungen ber 
©tengel finb von ©fd^eoericn unb Sempervivum auSgefül^rt, wogegen 
baä 3^^^^^^ ^^^ einseinen Slättcr farbengcmä§ georbnet, mit ^meierlci 
geftofeenem ^uQdmc^l, braunem iPrcmcr gliefenmel^l, meinem 2Rarmor 
ober aud^ blauem ober grünem ®lajc orbnungSgemä^ unb genau auS^ 
geftrcut ift» 

2luci^ fann man bic geftofeenen ©tcinmaffen ganj roeglaffen unb fid^ 
ber paffenben, farbenfpielenben 5|3f(anjen bebienen; nur mlifete man aläbann 
fd^on alle fünf SÖIötter entmeber fpmmetrifd^ gleid^ ober alle ganj t)er^ 
fd^ieben machen* 

S)en günfftem a b c d e conftruirc id^ wie in Doriger ^tiä^nnnQ 
angegeben, ber JÄabiuS beträgt 7 72'/ ift alf aud^ bie Cängc ber eingelnen 
gleid^en SSIätter, roäl^retib fic in ber größten S3reite 374' betragen« 2)ie 
®ro§c beS ©pl^eublatteg a b c d beträgt Don d nad^ b 7', roäl^renb fie von 
a nad^ c 6' mifet« 

23ei bcm Stern I finb bic garben (5ßf[angcn) folgcnbcrmafecn vtx^ 
t^eilt: 1) bilbcn Escheverien, jcbod^ finb bicfelben fo gepPanjt, bafe von 
bcn mittleren ^Biegungen nac^ ben ©pi^en a b c d e bic cingcinen ?Pflanjcn 
immer Keiner werben ; 2) ift mit rotl^cm gcfto§cncm ^tegclmcl^I auSgcftrcut ; 
3) ift nur ein ganj fd^maler, unterhalb ber jur ©infaffung bicncnbcn 



**,£>»— 



-^ 



17 



f 



^ 



Escheverien-Sleil^c, Bcftreutcr ©ttic^ DOTt gelBcm ^itQdmt^, wftl^rcnb 
4) auägcfüßt ift in S3raun Dom SBrcmer gliefcnmel^L !Da8 Zentrum in ber 
ÜÄittc ift von einer größeren Escheveria eingenommen, bie naä) ben ©pi^en 
ab c de J^in, bie Sttbern bilbenb, immer Reiner merbem 

iBei bem ©tern 11 finb bie ^p^anjungen ber Escheverien biefelben 
mie bei I, nur bafe bie färben anberS gemftl^It finb; 2) ift mit gefto^enem 
meinem SJiarmor, 3) mit gelben ^kQtl\tüntn, 4) mit braunem ^Jliefenmel^l 
unb 5) mit rotl^em 3icgelme]^l beftreut* 

3)ie beiben unterl^alb liegcnben ©pl^eublätter finb ebenfo bepflanjt 
mit Escheverien mie bie Sterne, nur ba^ bie in ber ©d^räge gegenüber:^ 
liegcnben ©pl^eublätter ben ©ternen in ber ©intl^eilung ber garbe gleid^en» 



3Jtögen biefe §ingerjeige baju beitragen, bie ©artenfunft au^ in 
jl^rcr fleinen SGBclt gu immer größerer Sluäbilbung gu bringen* 35ie 5B(ume 
ift bem ©arten, maS bem 95ogel ber ©efang in ben ^Jrül^lingätagen, maä 
bie ß^rif bem 3Jienfc^enIeben* Oft ift fie etiuaS Unbegriff eneä , intmer 
ttwai 2tnregenbeg für ben ©^ön^eitäfinn ober baä 9fiaturgef ü^l , unb in 
tieferer ©pmbolif oietteid^t auc^ einmal ber ^riebenäbote für ein empfang* 
lid^eg §erj. 






.Oo- 



' ^'ffeC^'^^ 



r<3Vl 



i 



18 






-«c 




'gjCti^cinfl. 



I. 



m*^ 



Slugftetter §crr ©tangc, Hamburg. 



1. Pelargonium, rotl^blül^enb^ 18. 

2. Pelargonium, buntblättrig* 

3. Poa trivialis fol. argent. varieg. < 19. 

4. AJternanthera paronychioides. 20. 

5. Salvia tricolor. 21. 

6. Pyrethrum aureum. 22. 

7. Holcus lanatus. 23. 

8. Viola bicornuta. 

9. Achyranthes Verschaffeltii. 24. 

10. Pelargonium, lücißc unb grüne 25. 
53lätter* 26. 

11. Salvia tricolor, 6" breit 27. 

12. Althernant. amoena. 28. 

13. „ versicolor. 29. 

14. Artemisia Abrotana, 6" br, 30. 

15. Althernant. versicolor. 31. 

16. ,, spatulata. 32. 

17. .. paronichioides. 33. 



^5 



Melissa officinalis fol. varieg., 
6" breit. 

Althernanthei a amabile. 
Poa trivialis fol. varieg. 
Oxalis tropaeoloides. 
Althernanth. paronichyoidcs. 
Santolina Ohamaecy parissius, 
6" breit. 

Althernanth. versicolor. 
Gnaphaleum lanatum, 6" hx. 
Oxalis tropaeoloides. 
Althernanthera amoena. 

,, spatulata. 

Poa trivialis fol. varieg. 
Althernanthera versicolor. 
Cerastium tomentosum. 
Althernanthera spatulata. 
Gnaphaleum lanatum. 



-ORH» 



19 



r 



!»4^&>- 



34. Althernanth. paronicbioides. 

35. Cerastium tomentosum. 

36. Althernanthera amabilis. 

37. „ spatulata. 



38. Sedum carnca fol. varieg. 

39. Althernanthera amabile. 

40. Holcus lanatus. (@infa[fung.) 



?■) 



SDutd^nteffcr bc8 5?ccte8 28 guß- 



aiu^ftcßer $crr Sc den, $ambur<j. 



1. Acheranthes Verschaflfeltii. 

2. Coleus Gibsonii. 

3. ,, Bausii. 

4. Centaurea argentea. 

5. Lobelia compacta. 

6. Althernanthera amoena. 

7. Poa trivialis fol. argentea. 

8. Coleus Verschaflfeltii. 

9. Pyrethrum parthenium fol. 
aurea. 

10. Gazamea splendens. 

11. Pelargonium, buntbidttrig» 

12. Koeniga yariegata. 

13. Althernanthera amabile. 

14. Agathea coelestris fl. varieg. 

15. Escheverien. 

16. Verbena, blau» 

©urd^meffcr bc8 



17 . Amaranthus Melanchior rubra. 

18. Lobelia compacta. 

19. Achyrantlius VerschaflFcltii fl. 
aurea reticula. 

20. Althernanthera versicolor. 

21. Oxalis tropaeoloides. 

22. Lobelia Paxtonii. 

23. Alyssum saxatile fl. varieg. 

24. Althernanthera amoena. 

25. „ paronicbioides. 

26. Lobelia compacta. 

27. Evonymus aurea fl. varieg. 

28. Tropaeolum nigrum. 

29. Althernanthera amoena. 

30. Evonymus radicans. 

31. Lobelia compacta. (Sinfaffung.) 

SBcctcS 15 gu§. 






-pG 



J 



20 



r 



I 



StuSfteKer ipcn 33 e den, Hamburg. 



^? 



^^ 



?? 



1. Cinneraria gymnocarpa. 

2. Coleus Veitschii. 
8. ,, Verschaffeltii. 
4. 

5. Pelargonium, grfiublättrig» 

6. Lobelia compacta. 

7. Pyrethrum parthenium fol. 
aurea. 

8. Verbena, rotl^, 

9. Althernanthera spatulata. 

10. Santolina Chamaecy parissius. 

11. Althernanthera versicolor. 

12. Salvia tricolor. 

13. Cerastium tomentosum. 

14. Pelargonium, buntblättrig» 

S5uTci^mc||cr bc8 



15. Spergula pilifera. 

16. Pelargonium, TDctfes: unb grütis 
blättrig. 

17. Poa trivialis fol. argentea. 

18. Coleus-Slrtem 

19. Althernanthera amoena. 
20 Lobelia Paxtonii. 

21. Aubrietia purpurea fol. varieg, 

22. Althernanth. paronichioides. 

23. Sedum camea fl. plena. 

24. Cerastium Biebersteinii. 

25. Oxalis tropaeoloides. 

26. Alternanthera versicolor. 

27. Lobelia compacta. 

28. Althernanth. paronichioides. 
Scetcä 15 guB^ 



d> 



»r^- 



®rupl3e t)on 6. 33cnba airö Setiin. *) 



I. 

1. Escheveria secunda. 

2. Gnaphaleum lanatum (6" br.). 

3. Althernanthera versicolor. 

4. Sempervivum arenarium. 



5. Sedum Sieboldii fol. varieg. 

6. Poa trivialis fol. varieg. 

7. Pyrethrum parthenium fol. 
variegata. 

8. Lobelia Erinus grandiflora. 



*) ^ag ganjc ^ect loar, in 8 Äipeu \)crpa(ft, l)ici- eingetroffen, 



I 



21 



r 



^ 



9. Centaurea gymnocarpa. 

10. Lobelia Erinus. 

11. Althernanth. paronichioides. 

12. Yucca aloefolia fol. varieg. 

II. 

1. Escheveria secunda. 

2. Cerastiumtomentosum(6"6r^). 

3. Althernanthera spatulata. 

4. Pyrethrum parthenium. 

5. Lobelia Erinus grandiflora. 

6. Centaurea candidissima. 

7. Sempervivium arenarium. 

8. Sedum Sieboldii fol. varieg. 

9. Lobelia Erinus grandiflora. 

10. Althernanth. paronichioides. 

11. Yucca aloefolia fol. varieg. 

12. Achyranthes Verschaffeltii fol. 
aureus var. 

13. Achyranthes Yerschafleltii. 

m. 

1. Eschevei'ia secunda. 

2. Sedum carneum fol. varieg. 

3. Althernanthera spatulata. 

4. Lobelia Erinus. 



5. Gnaphaleum lanatum. 

6. Amaranthus melancholicus 
rubro. 

7. Pyrethrum parthenium. 

8. Ooleus Bausei (gang bunfel)* 

9. Sempervivium parviflorum. * 

10. Sedum Sieboldii fol, varieg. 

11. Lobelia Erinus grandiflorum. 

12. Althernanth. paronichioides. 

13. Y'^ucca aloefolia fol. varieg. 

IV. ®aS ©ed^äcrf in bcr üÄitte. 

1. Escheveria secunda. 

2. Lonicera brachypoda fol. reti- 
culata. 

3. Althernanth. paronichioides. 

4. Mollinia coerulea fol. varieg. 

5. Gnaphaleum lanatum (»74 — 1' 
l^od^). 

6. Colcus Verschaffeltii (ganj 
bunfcL 1—1 V2' ^oc^). 

7. Artimisia argentea (IV2 — 2' 

8. Perilla nankinensis (2 — 272' 

9. Centaurea gymnocarpa. 



^ 

»^^ 



22 



-«^>Ä 



Ä^^O»- 



-^ 



®rm)^>e toon ©tu eben in ©ambutg. 



1. DiancUa australis. 

2. ®ang bunfle Ooleus-Slrtcn» 

3. bo« bo* 

4. Pelargonium, Buntblättrig* 

5. do. bo« 

6. Coleus Bausei. 

7. Dianella australis. 

8. Coleus Verschaflfeltii. 

3)urd^mcffcr bc8 



9. Althernanth. paronichioides. 
10. 
11. Pelargonium-2lrten,buntbldttrig 



12. 



99 



99 



n)ei§ 5 unb 



buntblättrig* 

13. Althernanthera amabile. 

14. „ versicolor. 

15. ^, spatulata. 
S5cetc8 15 gu^* 



@ru^^e t>on $itt auS 

1. Canna Moehringii (J^öl^cS — 4'). 3. 

2. Althernathera paronichioides. 4. 

SDcr Stern auägefüllt, von ber 
?0littc aus nad) aÜcn fünf @rfcn 5. 
abbad^cnb, um bie Canna l^crum 6. 
mit Centaurea gyranocarpa, | 7. 
Bouvardia coccinea, Calceolaria i 8. 
rougosa, Achyranthes Verschaf- 9. 
feltii, Salvia tiicolor, Ageratuni ' 10. 
mexicanuni, Pyrethrum parthe- : 11. 
nium fol.aurea, Lantanen-Slrtcn, 1 12. 
Pelargonium zonale (breifarbig), 1 13. 
Leucophy ta Brownii u« f • m* rcd^t ; 
]^fib[ci^ bepftanjt* | 



SBermgcrobe. 

Oxalis corniculata. 
Cerastium tomentosum (in @r* 
mangclung beffen meinen ©anb)* 
Salvia lanatum ober Onopardon. 
Basen. 

Althernanth. paronichioides. 
Santolina chamaeciparissius. 
Pelargonium-2lrten, gefüllt* 
Centaurea candidissima. 
Lobelia-Slrten, bepflaujt* 
Pelargonium, SiliputsSttrten* 
©infaffung mit Cerastium ober 
Oxalis tropaeoloides. 



I 



23 






r 



-cG" 



^ 
^ 



1. unb 5 Viola bicorenta 

2. Mrs. Pollack (Pelargonie). 

3. als aWttte unb ^auptJPeet: 
Centrum Centaurea candidis- 
sima, ein Äranj Coleus Ver- 
schaffelti, Pyrethruni parthe- 
nium, fol. variegata, Lobelia 
compacta. 

4. Mrs. Byou. (^Pelargonie) 

6. Alternanthera amoena. 

7. Lobelia spesiosa. 

8. Poa trivialis fol. varieg. 

9. Alternanthera picta. 
10. Alternanthera spatulata. 



11. 
12. 
13. 



Poa trivialis fol. variegata. 
Lobelia erinus alba. 
Alternanthera versicolor. 



!Die mit b Begei^nete ©infaf* 
jung fann entroeber uon Bux- 
baum unb alSbann ber ^m- 
fd^cnraum a mit ©cefanb auä* 
geftreut raerben, ober man ncl^me 
jur ©infaffung Stachus lanata •, 
in bie[em galle mürbe fid^ ber 
3n)ifd^enraum a mit Spergula 
pilifera Belegt fel^r gut auS* 
nel^mcn. 






I 



24 



H. O. Voigt'8 Buchdruckerci. 



rcVJ 



I 




JT 



I 
i 



I 



I 




M 




r 




- M 



w. 









a 



« - 



i» - 



<6 • 



W»- 



4> 1 



94 - 



'*^ ' 



1 



K 



S 



/ 



DATE DUE 




DEMCO 38-297